Gewahrsein

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Gewahrsein ist das wahre und wirkliche Erleben des reinen Seins, der Einen Lebendigkeit, die alle Wesen und die Natur belebt.

Wortbildung

‹Ge› ist die Vorsilbe der Manifestation. Aus ‹bauen› wird ein ‹Gebäude›, aus ‹denken› ein ‹Gedanke›, aus ‹treiben› ein ‹Getriebe›, aus ‹heim(lich)› ein ‹Geheimnis›, aus ‹lachen› ein ‹Gelächter›, … ‹Gewahrsein› ist etwas Unumstößliches, Dauerhaftes.

‹Wahr› ist das für jede und jeden selbst Wahre. Der Verstand leitet das persönlich Wahre aus dem Wahrnehmen ab: «Ich habe einen Apfel in der Hand. Ich nehme ihn als ‹wahr›, weil ich ihn ‹wahr›‹nehme›: taste, sehe, rieche, schmecke. Es ist wahr, dass ich Freude in mir habe, denn ich fühle es.»

‹Sein› ist ein wahr mögliches Erleben für alle, die vollständig bewusst erleben. Es ist das, was im weiten Feld des eigenen Erlebens übrig bleibt, wenn Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Körperempfinden und Spüren ohne Eindrücke sind, wenn das Fühlen offen ist und weder Angst, Wut, Freude, Leid und Traurigkeit zeigt, wenn das Denken still ist, die Aufmerksamkeit im Zentrum ruht und das Bewusstsein weit ist.

‹Gewahrsein› ist das Erleben des wahren Seins, des Selbst, der Ebene, des Wesensanteils im Menschen, der unwandelbar ist, der das Gemüt und den Körper als fein pulsierende Lebendigkeit durchdringt und im eigenen Erfahren von der Einen Lebendigkeit nicht getrennt werden kann.

Es in jedem Moment möglich, das eigene Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Körperempfinden, Fühlen, Denken, Spüren und Sein bewusst zu erleben oder sich mit der eigenen Aufmerksamkeit in den Räumen des Denkens und der Emotionen zurückzuziehen. «Sich selbst gewahr sein» ist das Erleben des Selbst in uns, des wesenhaften Anteils, der in den verbundenen Dimensionen des Daseins ist und wirkt. «Im Gewahrsein» nimmt die und der Erlebende das reine Sein in sich wahr und zugleich das Pulsieren des Körpers, die Eindrücke der Sinne (und damit auch des Spürens), die Aspekte des Fühlens und die bildhaften und gesprochenen Gedanken. Im Gewahrsein endet Tun, Wirken und Agieren nicht: im Sprechen, Überlegen, Handeln, Werken, in der Begegnung ist das bewusste Erleben des reinen Seins ebenso möglich.

Das Erleben des Gewahrseins belässt alles gleichzeitige Erleben so, wie es ist, mit dem einen Unterschied: Gedanken, Gefühle, Emotionen, Eindrücke, die den wachen Menschen zuvor wie umfangen haben, die das Erleben der Körperempfindungen und die gespürte innere Weite überdeckt haben, sind nun in Wachheit und Leichtigkeit wahrnehmbar. Sie werden zu Erscheinungen in dem einen Raum, der alles Leben und alle Wesen zugleich ist.

Das Gewahrsein zu erleben ist der größte innere Halt, der uns möglich ist. Das Eine Leben ist unveränderlich, unbezwingbar, unweigerlich immer und überall zugegen. In dieser Lebendigkeit sind wir Menschen und Wesen eins. Das Erleben des Gewahrseins hebt die Erfahrungen des Getrenntseins auf und lässt das eigene Körperempfinden, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Fühlen, Denken und Spüren dennoch sein, in der Gewisstheit, dass all dieses aus dem einen Selbst und damit aus uns selbst heraus geschieht.

Denken hat die Macht, eigene innere Räume zu errichten und sich in diesen vom vollständigen Erleben und Wahren zurückzuziehen. In der Illusion kann die innere Stimme erzählen, Liebe, Weite und Gewahrsein zu erleben, auch wenn es keine gleichzeitige Wahrnehmung ist. Im Gewahrsein bleibt das Körperempfinden bewusst und präsent und ebenso die Eindrücke der Sinne, das Hören und Sehen der Gedanken, das Fühlen des Gefühls, das Wahrnehmen des Ortes der eigenen Aufmerksamkeit und der Weite des eigenen Bewusstseins. Wem diese Eindrücke nicht auch einzeln erlebbar sind, kann sich kaum sicher sein, Gewahrsein, das alles in sich vereint, wirklich zu erfahren.

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