jahnna Kreis H, Tusche

Was ist Gewahrsein?

Das Erleben des wahren Seins. Kein Bild oder Schein, keine Illusion oder Denken. Dieses Erleben ist wirklich!

Sein ist nicht im Sehen zu finden, nicht im Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Körperempfinden, Fühlen, Denken oder Spüren. Es ist mehr als das und alles zugleich.

Ich bin. Eine Folge zweier Worte im Denken. Zugleich das Unbeschreibliche. Der zehnte Strom des Erlebens, der auch ist, wenn alles Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Körperempfinden, Fühlen, Denken und Spüren leer und ohne Inhalt wäre. Das reine Sein, unendlich ausgedehnt, fein pulsierend, alles durchdringend, ohne Wider und Gegen.

Die eine Lebendigkeit. Die alles ist und wirkt. Energie, Güte, Weite, Licht, Schwingung, Frieden, Liebe. In der es keine Trennung gibt. Deine Lebendigkeit ist meine Lebendigkeit ist das eine Leben. Ein Feld, ein Raum, alle Ebenen meines Wahrnehmens zugleich.

Gewahrsein ist erlebbar. Ich schließe die Augen, atme tief, finde das innere Lächeln, gehe den Weg aus dem Denken heraus durch die Körperempfindungen in das offene Herz und weite mich.

Ich bin der Raum. Die Weite. Das feine Pulsieren. Die eine Schwingung, die alles ist und wirkt. ‹Mich› gibt es nicht mehr. Die Grenzen meines Körpers haben sich aufgelöst. Du bist wie ich, das eine Feld. Upps, die Schulwissenschaft reißt mich ruckartig in das Denken zurück. Ich bin im engen Würfel meines physischen Wahrnehmens – hallo Alltag!

Ich gehe den Weg erneut. Finde das feine Kribbeln in den Handflächen. Atme erneut in die Weite des Seins. Mein Denken ist still. Einzelne Sätze tauchen auf und verklingen im Schwingen des in sich tanzenden Lichtes. Weich, weithin und unaufhaltsam.

Es wird golden. Die Liebe hält Einzug und hebt das Glück zu Tränen in meine Augen.

Ich seufze. Es ist wunderschön. Was ist Zeit?
Etwas holt mich zurück…

jahnna Tilde, Tinte

Gewahrsein ist das Selbst, das Erleben des eigenen Selbst, das die Lebendigkeit in allen Wesen zugleich ist. Ich bin Gewahrsein, das, was ich ‹im Gewahrsein› erlebe, bin ich selbst, belebe ich selbst. Gewahrsein ist die einzige Wahrheit, denn die Weite, die Lebendigkeit, das Licht, das Erschaffen von Formen, die Güte und Liebe, bin ich in jedem Moment. Nur habe ich es oft unter all den Eindrücken der Sinne und des Körpers vergessen. (lat. esse = sein)

Mein Verstand, der sich selbst zu klären sucht, beantwortet die Frage nach dem ‹ich bin› als Dreierlei: Körper, Seelengeist und Selbst. Jeder dieser meiner Anteile lebt scheinbar in einer anderen Sphäre, in einer anderen Dimension des Daseins, die sich durchdringen. ‹Im Gewahrsein› löst sich das im Alltag so präsente Erleben der Sinneseindrücke und Körperempfindungen auf, es scheint mir, als gäbe es diese Verdichtungen nun gar nicht mehr und alles Körperliche wären nur Gestalten im einen weiten Feld von in sich schwingender Energie, wie Wolken am Himmel, vergänglich. Nun halte ich in obiger Übung zum Erleben des Gewahrseins die Augen geschlossen. Öffne ich sie, zeigt mir mein Denken die üblichen Bilder der Personen und Gegenstände vor mir und auch die deutliche Abgegrenztheiten der Körper. Zugleich gelingt mir in manchen (erhabenen) Momenten auch mit offenen Augen das Erleben der Qualitäten des Selbst: Ich bin weiterhin schwingende Energie, Weite, Frieden, Liebe, Licht, Güte, Macht (im liebevollen Sinne). In diesen Momenten ist das Herz offen, auch das Gemüt scheint für eine Weile aufgelöst: Das Fühlen zeigt nur noch die eine Empfindung der Liebe (mit Freude gemischt), das Denken ist still, kein Wollen oder Brauchen ist in mir. (Keine Empfindung des Körpers regt ein Denken oder Fühlen an.) Ich bin nun der Verstand, der sich selbst zu verstehen sucht, der die Worte als Gestalten aus Klang in den Raum gibt.

Es ist möglich, als Selbst zu leben, mit den Füßen auf der Erde stehend, gehend, tastend, schmeckend, riechend, hörend, sehend, empfindend, fühlend, denkend, spürend, sprechend, mitfühlend, berührend, haltend, loslassend, lachend, weinend, gestaltend, reisend, speisend, erlebend, lebend, erlösend, verbunden, eins.

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veröffentlicht am 18.7.2017, letzte Änderung am 19.7.2017 um 9:30 Uhr

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